Die Schattenseiten des digitalen Wandels Teil 3: Datenverfall und Sicherheit

zuletzt aktualisiert am 7. November 2018

In unserem 3. Teil zur Schattenseite des digitalen Wandels beschäftigen wir uns mit dem Datenverfall und der Sicherheit.
Durch immer neue Programme und Versionen, ist es irgendwann nicht mehr möglich ältere, aber wichtige Daten zu öffnen und zu lesen. Zum Beispiel haben immer weniger Laptops ein CD-Laufwerk und Disketten benutzt heutzutage niemand mehr um Dateien zu speichern. Es kommt zu einem großen Datenverfall. Das System erkennt die Dateien nicht mehr als solche. Papier hält 150 Jahre, digitale Dateien nur ca. 20 Jahre. Aktuell schätzen IT- Spezialisten die Lebensdauer von herkömmlichen CDs und DVDs auf bis zu 30 Jahre, Blue-Rays sogar bis zu 100 Jahre, Externe und interne Festplatten ca. 10 Jahre und USB Sticks auf 30 Jahre. Allein der Cloud-Speicher hat theoretisch eine unbegrenzte Lebensdauer. Theoretisch deshalb, da Cloud-Anbieter ihre Leistungen einstellen oder sich Hacker in System einschleichen und alle Dateien löschen und missbrauchen können.
Laut Google wurden im Jahr 2017 32% mehr Webseiten gehackt als im Vorjahr. Da Cyberkriminelle immer aggressiver werden, hören die Hacker nicht auf, mehr und mehr Seiten für sich einzunehmen, weshalb nicht mit einem Rückgang zu rechnen ist. Besonders bei älteren Websites wird es den Hackern sehr einfach gemacht, da hier große Sicherheitslücken bestehen. Große Vorsicht gilt vor allem für Händler mit Online-Shops, denn wenn diese erst gehackt sind, ist es nicht mehr schwierig, die gesamte IT-Infrastruktur des Online Händlers zu manipulieren oder zu zerstören.
Einige Alltagsgegenstände in unserem Leben sind bereits mit dem Internet verbunden und kommunizieren permanent mit der Außenwelt. Diese hören und sehen immer zu, sofern das Mikrofon und die Kamera nicht ausgeschaltet sind und es diese Funktion überhaupt gibt. Für den einzelnen Nutzer ist kaum ersichtlich, wie, wo und wie lange persönliche Daten gespeichert werden und für welche Zwecke diese genutzt werden.
Trotz der vielen Chancen und Vorteile, die die Digitalisierung mit sich bringt, dürfen eben all diese Risiken nicht vernachlässigt werden. Gerade im Umgang mit den neuen Technologien Zuhause, sollte jeder individuell für sich abwägen, ob für ihn der Nutzen oder das Risiko überwiegt und demnach entscheiden.
Die gesamte Welt und somit auch alle Bereiche des Lebens befinden sich im digitalen Wandel. Schulsysteme und ganze Berufsbilder verändern sich oder es werden neue erschaffen. Und auch privat hat die Digitalisierung Einfluss. All diese Veränderungen bringen einen enormen Fortschritt mit sich. Die immer weitere Vernetzung birgt allerdings auch Risiken, welche nicht ignoriert werden dürfen. Berücksichtigt man diese und wägt für sich die Chancen und Risiken selbst ab, gerade Zuhause, eröffnet der digitale Wandel für alle neue Möglichkeiten.